Schritt 1: Abschluss und Notensystem festlegen
Alles im Rechner gehört zu einem Abschluss. Beim ersten Start legst du ihn an, später öffnest du über „Abschlüsse verwalten“ den Punkt „Abschluss hinzufügen“. Im Dialog „Neuer Abschluss“ trägst du einen Namen ein, zum Beispiel „B.Sc. Informatik“, optional die Hochschule und die Leistungspunkte, die der Abschluss insgesamt verlangt. Die Gesamtzahl brauchst du nur für die Fortschrittsanzeige.
Wichtig ist das Notensystem. Zur Auswahl stehen unter anderem Deutsch (1,0 am besten bis 5,0, niedriger ist besser), Französisch (0–20), Spanisch (0–10), Britisch in Prozent, US-GPA und Prozent von 0 bis 100. Auf dieser Seite ist das deutsche System voreingestellt. Hast du im Ausland studiert oder kommst aus einem anderen Land, wählst du für diesen Abschluss einfach ein anderes System, jeder Abschluss hat sein eigenes. Beim deutschen System gilt im Rechner die Note 4,0 als Bestehensgrenze, und der Durchschnitt wird auf eine Dezimalstelle abgeschnitten, nicht gerundet. Die Grenze kannst du anpassen. Prüfe sie mit der Prüfungsordnung deiner Hochschule, denn die Regeln unterscheiden sich. Wenn du das Notensystem später änderst, rechnet der Rechner bereits eingegebene Noten nicht um. Die musst du selbst aktualisieren.
Schritt 2: Kurse eintragen
Wechsle in den Tab „Kurse“ und klicke auf „Kurs hinzufügen“. Im Formular füllst du diese Felder aus:
- Kursname: nur zur Orientierung, er beeinflusst die Rechnung nicht.
- Notenart: Zahlennote, Bestanden, Nicht bestanden, Befreit oder Bestanden (ohne Wertung). Kurse ohne Zahlennote zählen nur für die Leistungspunkte, nicht für den Durchschnitt.
- Leistungspunkte und Note: die Grundlage der gewichteten Rechnung.
- Jahr und Semester: damit du später Semesterwerte vergleichen kannst.
Besteht die Note aus mehreren Teilen, etwa Klausur und Übungen, kannst du über „Notenbestandteile“ jeden Teil mit seiner Gewichtung eintragen. Die Gewichtungen müssen zusammen 100 % ergeben. Mit „Aus CSV importieren“ in den Einstellungen holst du viele Kurse auf einmal herein. Wenn du die App erst ausprobieren willst, nimm „Mit Demodaten ausprobieren“.
Schritt 3: Den Durchschnitt lesen
Der Tab „Übersicht“ zeigt deinen Studiengangs- oder Gesamtdurchschnitt, die Zahl der Kurse und die Leistungspunkte in der Liste. Die Formel dahinter ist die gewichtete: jede Note mal ihre Leistungspunkte, alles addiert, geteilt durch die Summe der Leistungspunkte. Wie das im Detail geht, steht in der Anleitung zum gewichteten Durchschnitt. Zur Kontrolle ein Beispiel auf der deutschen Skala:
| Kurs | Note | Leistungspunkte | Note × Leistungspunkte |
|---|---|---|---|
| Kurs A | 1,7 | 6 | 10,2 |
| Kurs B | 2,3 | 5 | 11,5 |
| Kurs C | 1,3 | 4 | 5,2 |
| Kurs D | 3,0 | 3 | 9,0 |
| Summe | 18 | 35,9 |
Rechnung: 35,9 ÷ 18 = 1,9944. Der Rechner zeigt mit dem deutschen System 1,9 an, weil er nach der ersten Dezimalstelle abschneidet. Würde man runden, käme 2,0 heraus. Dieser Unterschied ist der Grund, warum du bei knappen Grenzen immer nachsehen solltest, wie deine Hochschule rechnet.
Schritt 4: Mit der Simulation „Was wäre, wenn?“ spielen
In der Kursliste gibt es eine Spalte „Simulation“. Für jeden offenen Kurs trägst du eine Note ein, die du dir vorstellst, und der Rechner zeigt daneben den Durchschnitt, der dabei herauskäme. Deine echten Daten bleiben unberührt. Mit „offene Kurse füllen“ setzt du in alle Kurse ohne Note denselben Wert ein, und mit „Simulation zurücksetzen“ ist alles wieder weg. Im Tab „Analysen“ findest du dazu den Bereich „Was wäre, wenn?“. Dort kannst du auch „Geplante Kurse“ aus dem Tab „Planung“ einbeziehen.
Im Beispiel von oben steht noch ein Kurs mit 6 Leistungspunkten aus. Bei einer 1,0 ergibt sich (35,9 + 6 × 1,0) ÷ 24 = 41,9 ÷ 24 = 1,7458, also 1,7. Bei einer 3,0 sind es (35,9 + 6 × 3,0) ÷ 24 = 53,9 ÷ 24 = 2,2458, also 2,2. Die Spanne zeigt dir, wie viel dieser eine Kurs noch bewegen kann.
Schritt 5: Einen Zieldurchschnitt setzen
Die Karte „Zieldurchschnitt“ in der Übersicht nimmt eine Zahl als Ziel. Der Rechner sagt dir dann, welchen Durchschnitt du in den offenen Kursen noch brauchst, und es gibt auch ein Ziel für das aktuelle Semester. Ist das Ziel mit den offenen Kursen nicht mehr erreichbar, schreibt der Rechner das offen hin, statt eine Zahl anzuzeigen, die täuscht. Im Beispiel soll der Durchschnitt nach dem 6-LP-Kurs höchstens 2,0 betragen. Mit einer 2,0 im neuen Kurs ergibt das (35,9 + 6 × 2,0) ÷ 24 = 47,9 ÷ 24 = 1,9958. Das Ziel ist also gerade noch erreicht. Für Prüfungsnoten gibt es außerdem den Rechner für die Abschlussklausur.
Schritt 6: Sicherung anlegen
Deine Noten liegen nur in deinem Browser, nicht auf einem Server. Das schützt deine Privatsphäre, bedeutet aber auch: Löschst du die Website-Daten oder wechselst das Gerät, sind sie weg, sofern du keine Kopie hast. Unter „Einstellungen“ findest du zwei Wege. „Als CSV exportieren“ speichert nur die Kurse des aktiven Abschlusses. Unter „Vollständige Sicherung“ erzeugt „Sicherung exportieren (JSON)“ eine einzige Datei mit allem: Kursen, Ziel, gespeicherten Simulationen und Einstellungen. Mit „Aus Sicherung wiederherstellen“ spielst du sie auch auf einem anderen Gerät ein. Die Datei enthält alle deine Noten, schicke sie also nur an einen Ort, der dir gehört. Ein sinnvoller Zeitpunkt für eine Sicherung ist das Ende jeder Prüfungsphase.